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Wenn Ideen gehört werden, entstehen oft die besseren Lösungen.
Max Fichtelmann
Softwareentwickler bei Procilon
Interview

Vom Zufallstreffer zur Leidenschaft: 17 Jahre Procilon

Max, stell dich kurz vor: Was machst du bei Procilon und seit wann bist du dabei?

Ich bin seit 2009 bei Procilon und arbeite als Softwareentwickler. In dieser Zeit habe ich an ganz unterschiedlichen Themen und Projekten mitgearbeitet. Nach meiner Berufsausbildung in Karlsruhe habe ich damals in der Region um meine Heimatstadt Gera nach einer Stelle gesucht – und bin eher zufällig auf Procilon gestoßen.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch kein wirklich konkretes Bild davon, was das Unternehmen genau macht. Aber die Themen klangen spannend und technologisch hat es gepasst – also habe ich es ausprobiert.

Was hat dich überzeugt zu bleiben?

Zum einen hat es menschlich einfach sehr gut gepasst. Zum anderen hatte ich hier immer die Möglichkeit, an neuen Themen zu arbeiten und mich fachlich weiterzuentwickeln.

Ich war beispielsweise an PKI-Projekten beteiligt, an Lösungen für Zertifizierungsstellen oder an Themen rund um E-Mail-Sicherheit, Archivierung und Signaturanwendungen. Zwischenzeitlich habe ich auch viel clientseitig gearbeitet – zum Beispiel mit unseren Rich Clients auf Basis von Electron und React.

Auch technologisch hat sich in dieser Zeit viel verändert: vom Wechsel von WebSphere zu JBoss/WildFly bis hin zu modernen Ansätzen wie Quarkus und Cloud-Native-Architekturen. Diese Entwicklung aktiv mitzugestalten, macht die Arbeit für mich bis heute spannend.

Gab es einen Moment bei Procilon, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Ja, tatsächlich – und das ist noch gar nicht so lange her. Im Umfeld unseres AS4-Produkts haben wir festgestellt, dass eine Komponente an ihre Skalierungsgrenzen kommt. Gleichzeitig stand die Inbetriebnahme bei einem größeren Kunden unmittelbar bevor.

Also war klar: Wir müssen schnell handeln. Gemeinsam mit einem Kollegen haben wir dann in einer Wochenendaktion diese komplette Komponente neu entwickelt und ersetzt.

Das Ergebnis war ziemlich beeindruckend: Das Grundprinzip dieser Lösung funktioniert bis heute. Damals ging es um etwa 1.000 Nachrichten pro Stunde – heute liegt das System in einer ganz anderen Dimension.

Das Grundprinzip dieser Lösung funktioniert bis heute – und darauf sind wir immer noch stolz.

Warum hat es in dieser Situation besonders gut funktioniert und ist das ein allgemeineres Prinzip im Unternehmen?

Meine KollegInnen und ich arbeiten schon sehr lange zusammen und ergänzen uns fachlich sehr gut. Wir haben unterschiedliche Stärken und wissen genau, worin der jeweils andere besonders gut ist.

Diese Kombination aus Vertrauen, Erfahrung und guter Zusammenarbeit hat in dieser Situation perfekt funktioniert und ich kann sagen, dass das auch ein allgemeingültiges Prinzip in der unternehmensweiten Zusammenarbeit ist.

Wie würdest du die Unternehmenskultur bei Procilon beschreiben?

Was ich sehr schätze, ist der offene und lockere Umgang miteinander – auch zwischen Führungskräften und Teams. Es gibt hier nicht dieses klassische „Ich bin der Chef und ihr macht, was ich sage“. Stattdessen werden Ideen gehört und ernst genommen. Man merkt, dass Vorschläge wirklich berücksichtigt werden – und daraus entstehen oft bessere Lösungen.

Natürlich entwickelt sich das Unternehmen weiter. Gerade in den letzten Jahren haben wir viel Wachstum erlebt und müssen uns organisatorisch immer wieder neu ausrichten. Neben einigen Wachstumsschmerzen finde ich diese Entwicklung insgesamt sehr positiv.

Wenn Ideen gehört werden, entstehen oft die besseren Lösungen.

Warum ist das, was Procilon macht, gesellschaftlich relevant?

Sichere Kommunikation wird immer wichtiger – gerade mit Blick auf die weltpolitische Lage.

Wir arbeiten beispielsweise an Lösungen für die Kommunikation von Energieversorgern, Behörden oder im Justizbereich. Also überall dort, wo sensible Informationen ausgetauscht werden.

Kryptografie ist für viele Menschen ein abstraktes Thema. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist deshalb, sichere Kommunikation einfacher nutzbar zu machen. Wenn Sicherheitslösungen zu kompliziert sind, werden sie nicht genutzt – und dann helfen sie auch nicht.

Wo siehst du Procilon in den nächsten Jahren?

Ich finde die Entwicklung in Richtung Cloud-First sehr spannend. Gerade im AS4-Umfeld arbeiten wir schon länger mit solchen Ansätzen und haben gesehen, wie wertvoll das sein kann.

Technologisch ist das ein sehr interessantes Feld – und genau solche Herausforderungen motivieren mich.

Procilon bedeutet für mich ein Unternehmen, in dem ich mich wohlfühle.